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Braucht es einen Virenscanner auf einem Mac?

Windows Benutzer sind es sich gewohnt, immer einen Virenscanner auf ihrem PC zu installieren.

Selbstverständlich kann man auf einem Mac auch einen Virenscanner installieren. Aber:

Seit 10.6 (Snow Leopard), hat Apple begonnen, alle Downloads auf Trojaner zu untersuchen. Böse Zungen behaupten nun, dass Apple diese Liste gar nicht anpasst. Tatsache ist, dass die Anzahl Trojaner für Mac pro Jahr immer noch nur etwa 10 Stück sind. Bei Windows ist die Anzahl neuer Malware pro Stunde über 50. Es gibt also gar nicht so viel anzupassen.

In 10.8 wurde Gatekeeper eingeführt. Software, die nicht signiert ist, kann nicht einfach gestartet werden. Der Benutzer muss diese Software explizit ausführen.

Mit 10.9 (Maverick) wurde nun endlich auch die Ausführung von Flash im Safari Browser in die Sandbox verlegt.

Dazu kommt, dass neue Viren für eine ganze Weile von Scannern nicht erkannt werden.

Deshalb ist die Antwort: Selbstverständlich kann man sich auf einem Mac einen Virus einfangen. Nur sind es die Art Viren, die ein Virenscanner auch nicht erkennen würde.

Mac vs PC Sicherheit

Als Mac Benutzer haben Sie die zeitlose Frage sicher schon gehört:

Was ist sicherer, Mac oder PC?

Der bekannte Sicherheits Experte Charlie Miller beschreibt es in einem Satz:

Mac OS X is wie das Leben in einem Bauernhaus auf dem Land ohne Schlösser. Windows hingegen ist das Leben in einem Haus mit vergitterten Fenstern im übelsten Teil der Stadt.

Also, mit einem Mac hat man zwar grundsätzlich weniger Sicherheit, ist aber auch weniger gefährdet. Mit Windows hat man zwar mehr Sicherheit, ist aber massiv mehr gefährdet.

Fazit: Ein sicheres Betriebssystem zu haben und sicher zu sein sind zwei unterschiedliche Dinge. Die Gefährdung zählt. Auch wenn Windows technisch gegen Attacken resistenter ist, sind Windows Benutzer trotzdem weniger sicher, als Benutzer die OS X verwenden.